
Um Stückgüter mit grossen Massen auf Stetigförderern zu transportieren, braucht es selbst für gerade Strecken höchst leistungsfähige Antriebe. Sie müssen den Widerstand der Gleitreibung überwinden, die ihrerseits die Zug- und Tragmittel sehr stark beansprucht. Die innovative Lösung der Denipro ersetzt die Gleitreibung durch Rollreibung. Der gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz entwickelte Lösungsansatz basiert auf dem Prinzip der Rollenden Fördertechnik (RFT): Mehrere mitlaufende, achsfreie Rollen übertragen die Last auf das Stützelement, wobei sie auf diesem abrollen und über einen Gurtkäfig die unbelasteten Rollen im Umlauf weiterbewegen.

denirug® ist modular aufgebaut, sodass sich daraus ein Rollenteppich beliebiger Länge und Breite erstellen lässt.
Die Elemente der Schwerlastabstützung denirug® sind bereits ausgiebig auf mehreren Prüfständen mit umlaufender, belasteter Mattenkette getestet worden. Den gemessenen Reibwerten der standardmässigen Stützschienen von μ = 0,23…0,30 stehen beim geraden RFT-Element Bewegungswiderstände von μ = 0,03…0,05 gegenüber. Dieser sehr niedrige Bewegungswiderstand ermöglicht es, das erforderliche Antriebsmoment erheblich zu verringern – vor allem beim Transport sehr schwerer Lasten, wo die Rückführung des Zugmittels und weitere Verlustwiderstände innerhalb des Förderers an Einfluss verlieren. Zahlreiche Langzeitversuche weisen experimentell nach, dass je nach Anwendung bis zu 90% Antriebsenergie eingespart bzw. die Zugmittelbelastung entsprechend reduziert werden kann.
Die Fördergeschwindigkeit betrug in den Tests jeweils 20 bis 60 m/min. Dieser Wert stellt jedoch keine Anwendungsgrenze dar, nachdem ähnliche Ausführungen schon Tests mit 120 m/min erfolgreich bestanden haben. Die Elemente wurden mit bis zu 600 kg Gutmasse belastet, wobei sich eine Flächenlast von maximal 240 kN/m² ergab. Die alternativ eingesetzten Gleitschienen zeigten bei dieser Geschwindigkeit bereits nach 35…40 kN/m² erste Aufschmelzerscheinungen.

Fazit
Mit der Schwerlastabstützung denirug® lassen sich konventionelle Schwerlastförderer optimieren:
- signifikant niedrigere Energiekosten (bis zu 90%)
- geringerer Verschleiss
- zuverlässigerer Anlagebetrieb
- höhere Fördergeschwindigkeit
- weniger Übergabestellen und Antriebsstationen
- tiefere Investitionskosten