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19.03.2018

Intelligenter Matrix-Sorter bietet optimale Tourenplanung

Premiere des denigrid-Systems auf der LogiMAT 2018 in Stuttgart

Der Schweizer Systemanbieter Denipro AG stattete den erstmals auf einer Messe gezeigten Matrix-Sorter denigrid mit Technologien aus, die seit Jahren unter anderem in der Automobilindustrie erfolgreich im Einsatz sind. So basiert die Neuentwicklung auf dem bewährten Denipro-Prinzip „Rollen statt Gleiten“. Dieses verleiht der vorgestellten Lösung eine sehr hohe Energieeffizienz. Zugleich erlaubt die Modulbauweise eine flexible Integration in alle örtlichen Gegebenheiten, auch über mehrere Förderebenen hinweg. Erweiterungen sind jederzeit möglich; denn das System kann mit den Anforderungen wachsen. Anwender können diese Vorteile in mehreren Bereichen nutzen: Vom Be- und Entladeprozess an der Rampe bis zur Produktionslogistik bietet das für drei Gewichtsklassen erhältliche System eine zuverlässige Sortierlösung. Auch im Flughafen-Catering, wo das neue System beispielsweise die im Umfeld von „Cold Storage“ und AKL bestückten Airline Trolleys in die passende Tourenreihenfolge bringt, trägt es erheblich zur Prozessoptimierung bei.

"Schiebepuzzle"-Prinzip

Wer sich an den Kinderspielklassiker „Schiebepuzzle mit 15 Feldern“ erinnert, ist sofort mit dem Grundprinzip von denigrid vertraut: Eine denigrid-Anlage setzt sich aus einer beliebigen Anzahl von individuell ansteuerbaren Fördermodulen zusammen, die längs einer X- und einer Y-Achse angeordnet sind. Wie beim dem Schiebepuzzle mit seinen roten und weißen Feldern lassen sich die Ladungsträger innerhalb dieser Matrix in alle vier Richtungen verschieben und so eine gewünschte Ausgangsreihenfolge erzielen. Der Clou: Die denigrid-Technologie erlaubt mittels Hilfsladungsträger sogar die Verarbeitung von kleinen bis hin zu sperrigen und höchst unterschiedlich dimensionierten Produkten. Die Verschiebemodule sind in drei Lastgrößen erhältlich, um allen Anwendungsbereichen gerecht zu werden.

Denipro-Philosophie „Rollen statt Gleiten“

Bei allen drei Gewichtsklassen kommt die Denipro-Philosophie „Rollen statt Gleiten“ zum Zug. Das heißt: Das System arbeitet mit so wenig Rollwiderstand wie möglich. Demzufolge verbrauchen die sehr klein dimensionierten Antriebseinheiten wenig Energie. Wenig Reibung bedeutet zugleich wenig Verschleiß und so gut wie keine Wartung. Dies reduziert die Betriebskosten einer denigrid-Anlage, die obendrein auf Technologien beruht, deren Effizienz und Langlebigkeit sich vielfach – etwa wie beim Werker-Mitfahrband denimove in der Automobilindustrie – schon seit längerem bewährt haben.

Erste Anfragen aus dem Flugzeug-Catering Segment

Erste Anfragen für das leicht skalierbare denigrid-System registrierte der Spezialist für Material Handling Solutions unter anderem aus dem Segment Flugzeug-Catering. Ganz im Vordergrund als Einsatzbereich für die neue Denipro-Lösung stehen dabei vielfältige Pufferfunktionen und das präzise Sequenzieren der schlanken Rollcontainer, die die Stewardess durch die Gänge des Flugzeugs schiebt. Die Flugzeug-Trolleys werden beim Caterer an verschiedenen Stationen, etwa im sogenannten „Cold Room“ oder im Vorfeld eines AKL, mit Speisen, Getränken, Duty Free-Artikeln, Decken, Kopfhörern und anderen Artikeln bestückt – ganz individuell für den jeweiligen Flug. Die logistische Herausforderung: Schon bei kleinsten Unregelmäßigkeiten, etwa wenn ein Flug sich verspätet, müssen die Trolleys in eine neue Sortierreihenfolge gebraucht werden, um zielgenau und in der richtigen Sequenz das Flugzeug zu erreichen. Dabei spielt die denigrid-Technologie voll ihre Stärken aus. So lässt sich das innovative System auch vertikal nach oben und unten verfahren. Weitere denigrid-Projekte zeichnen sich im Lebensmittel-Großhandel ab, der es zur Warenkommissionierung und für seine Tourenplanung einsetzen möchte.

Impressionen von der LogiMAT 2018 in Stuttgart